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große Politik … oder so was Ähnliches

Liebe Leserinnen und Leser,

Politik ist doch ein wunderbares Feld: Über wenige Bereiche des Lebens lässt sich so schön schimpfen, lästern, philosophieren, besserwissen, … Wie spannend Politik sein kann, das zeigt sich aktuell in Konstanz:

Der Konstanzer Oberbürgermeister möchte nach zwei Legislaturperioden (16 Jahren) nicht erneut kandidieren. Wer kann es ihm verdenken. Insbesondere da der Konstanzer Gemeinderat eine höchst schwierige Zusammensetzung (nach Parteien, vor allem aber nach Personen) hat und die Arbeit des OBs damit konstant blockiert, behindert und ausgebremst wird.

Na, wie dem auch sei, mittlerweile läuft die große Kandidatensuche. Keine Partei, keine Wählervereinigung, kein Kandidat, niemand hat sich bisher aus der Deckung gewagt, niemand seinen Hut in den Ring geworfen. Vermutlich weil es schwer ist, einen ernsthaften, aussichtsreichen und wirklich guten Dompteur für Konstanz zu finden. Vermutlich auch, weil niemand Lust darauf hat, sich bis Anfang Juli von den lokalen Befindlichkeiten zerreiben zu lassen. Heute verkündet die Lokalpresse, dass die Grünen in der kommenden Woche einen Kandidaten präsentieren wollen. Unter der Hand wird gemunkelt, dass es sich um einen Notlösungskandidaten handeln soll. Aber wäre nicht eine Notlösung besser als keine Lösung?

Nicht wenige Konstanzer und Nicht-Konstanzer, mit denen ich über Themen der Stadtentwicklung gesprochen habe, haben mich bereits angesprochen, ob ich nicht bereit zu einer Kandidatur wäre. Gute Frage, herzlich gelacht, danke. Nein, die Fragen waren ernst gemeint. Ok, so abwegig mir das immer noch erscheint, es wäre ein gute Möglichkeit, eine wundervolle Stadt, die einen sehr guten Weg eingeschlagen hat, noch weiter zu entwickeln und zu gestalten. Die kreativen Kräfte sind in Konstanz vorhanden, das Potential auch. Es fehlt der Ermöglicher.

Deshalb freue ich mich, den Konstanzer Bürgern und Parteien heute meine Kandidatur anzubieten. Unter einigen wenigen Prämissen: Die Kandidatur muss von mindestens zwei Parteien/Wählervereinigungen und mindestens einem Drittel der Konstanzer Gemeinderäte öffentlich unterstützt werden. Die Unterstützer stellen ein Wahlkampfbudget von 85.000 EUR zur Verfügung (davon wird kein Cent bei mir landen, aber ein zielführender Wahlkampf ist leider nicht kostenfrei zu kriegen). Und: Die politischen Themen setze ich.

Unter diesen Bedingungen kandidiere ich sehr gerne für die Aufgabe als Konstanzer Oberbürgermeister.

Wie, der Meidert macht Witze? Nein, im Ernst. Wenn die genannten Bedingungen erfüllt sind, kandidiere ich. Wenn nicht, werde ich als Unternehmer versuchen, die Großestadt Konstanz/Kreuzlingen weiter zu entwickeln.

Und versprochen: Ab dem nächsten Blogbeitrag wird der Inhalt wieder weniger politisch.

Für heute herzliche Grüße,

Ihr/Euer Moritz Meidert

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Viel passiert … Versuch einer Zusammenfassung?

Liebe Leserinnen und Leser,

seit meinem letzten Post ist viel passiert. Alles werde ich an dieser Stelle gar nicht zusammenfassen können. Nur auf ein paar Punkte möchte ich eingehen.

Wissen Sie, was passiert, wenn die Kommunikation zwischen drei Personen an mindestens vier Stellen schief geht? Ganz einfach: Es wird furchtbar peinlich. Die entstehende Situation ist nicht zu retten. Und niemand ist am Ende glücklich. So ist es mir bei der Vorstellung eines Kandidaten bei einem Kunden gegangen. Alle drei hatten wir zu Beginn unterschiedliche Vorstellungen von der anstehenden Aufgabe, alle drei waren wir von diesen divergierenden Vorstellungen bei den jeweils anderen beiden überrascht. Und das ganze Gespräch wurde dadurch zu einem unangenehmen Gewürge.

Warum ich das erzähle? Und gibt es eine positive Wendung? Nein, die positive Wende gab es nicht. Aus diesem Projekt wurde nichts. Durch klare und direkte Kommunikation im Nachgang und die Aufarbeitung der kommunikativen Probleme können sich allerdings alle drei nach wie vor gut in die Augen sehen. Beim gleichen Kunden war am nächsten Tag noch ein Vorstellungsgespräch für ein weiteres Projekt, das Projekt startet mit unserem Kandidaten in wenigen Tagen. Es gibt sie, diese unangenehmen, peinlichen Situationen. Sie zu verschweigen bringt nichts.

Über solche Situationen hinaus gibt es auch sehr viel Positives zu berichten: Ich führe aktuell viele Gespräche mit Kunden und potentiellen Kunden. Alle sind von unserem nachhaltigen und langfristig fokussierten Ansatz der Unternehmerbegleitung sehr angetan. Dieser Ansatz ermöglicht uns einen ganz anderen Umgang mit Ideen und der Unternehmensentwicklung, als das bei einer kurzfristigeren Betrachtungsweise möglich wäre.

Besonders freut mich das Interesse von Unternehmern an unserer Art der Nachfolgebegleitung. Nicht die reine Suche nach dem passenden Nachfolger steht dabei im Vordergrund, sondern vor allem eine möglichst tiefe Betrachtung des Unternehmens und der Ziele des Unternehmers. Mit den Erkenntnissen dieser gemeinsamen Betrachtung fällt es deutlich leichter, einen Unternehmensnachfolger zu finden und darüber hinaus auch noch ein gangbares Übergabe- und Finanzierungsmodell zu entwickeln.

Im Übrigen wollte ich mich nochmals bei Ihnen und Euch allen bedanken. Die Rückmeldungen, die ich zu meinem Blog erhalte, sind durchweg äußerst positiv. Das freut mich immer sehr. Fast so sehr, wie es mich freut, dass ich in den letzten und wohl auch in den nächsten Wochen Zeit und Gelegenheit gefunden habe und noch finden werde, um langjährige Freunde, die ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen und auch sonst etwas vernachlässigt hatte, wieder zu treffen. Danke Euch allen!

Und nun: Ein schönes Wochenende und eine gute Zeit bis zum nächsten Beitrag hier. Ich widme mich nun wieder dem Abendessen für heute.

Herzliche Grüße,

 

Ihr Moritz Meidert

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Kurz vor dem Wochenende – ein Reset

Liebe Leserinnen und Leser,

heute kann ich mich kurz fassen mit meinem Beitrag. Ich will nur in aller gebotenen Kürze darüber berichten, welche Auswirkungen Hemdsärmeligkeit manchmal haben kann:

Eine kleine von mir begleitete Aktiengesellschaft hat über viele Jahre hinweg in Bezug auf Formalitäten bei Hauptversammlungen und Aufsichtsratssitzungen auf der freundschaftlichen Basis aller Aktionäre sehr entspannt im Umgang mit Formalitäten und den Vorschriften der den meisten unbekannten AG-Satzung agiert. Die Amtszeiten wurden nach Gefühl gehandhabt, Protokolle ohne die gebotene inhaltliche Sorgfalt erstellt, die Archivierung höchst unzureichend vorgenommen. Alles gut und recht, wo kein Kläger, da kein Richter und kein Henker.

Es passierte, was passieren musste: Die Firma geriet in Schieflage, neue Aktionäre kamen dazu, die Staatsanwaltschaft ermittelte, die handelnden Personen mussten viel Zeit mit Erklärungen, Rechtfertigungen, etc. verbringen.

Nun bin ich ja beileibe kein Formalist. Aber es macht doch offensichtlich viel Sinn, solche Formalitäten als Basis zu verstehen. Als Basis für eine stressfreie Arbeit im Unternehmen.

Ein schönes Wochenende Ihnen allen,

Ihr Moritz Meidert

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Ein Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Hier werde ich von nun an in unregelmäßigen, aber möglichst kurzen Abständen über meine Erfahrungen und Erlebnisse mit Unternehmern und Unternehmen, mit Gründern und Nachfolgern, mit alten Hasen und blutigen Anfängern berichten.

Da ich niemanden persönlich angreifen oder verletzen möchte, werde ich anonym erzählen. Sicherlich wird sich die eine oder der andere in meinen kurzen Berichten wiederfinden, kein Bericht wird aber eine eins-zu-eins-Wiedergabe der Realität sein (können).

Mit diesem Blog möchte ich niemanden bloß stellen. Auch dient er nicht dazu, Ratschläge oder Altklugheiten zu verbreiten. Im Wesentlichen will ich Fragen aufwerfen, Fragen, die mich beschäftigt haben oder beschäftigen. Fragen aber auch, die Unternehmerinnen und Unternehmer beschäftigen. Und Fragen, die Sie, liebe Leser, sich vielleicht auch ab und an stellen.

Auf kaum eine meiner Fragen wird es eine eindeutige, unumstößliche Antwort geben. Jede und jeder einzelne muss die Antwort(en) auf seine Fragen selbst finden. Mein Blog kann dabei Anstöße liefern, ich selbst kann Sie bei der Antwortsuche begleiten. Die Antworten müssen Sie aber immer selbst finden.

Und nun: Viel Spaß beim Lesen meines Blogs.

Viele liebe Grüße vom Bodensee,

Ihr Moritz Meidert

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